Ernähren bei Krebs

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Folgen einer Mangelernährung

Folgen einer Mangelernährung

Mögliche Folgen einer Mangelernährung:

Neben der Verringerung von Körperfett kommt es aufgrund der Stoffwechselveränderungen zu einem star­ken Verlust von Muskelmasse (Körpereiweiß). Die Folgen sind mangelnde Körperkraft und damit verbundene Erschöpfungszustände. Es kommt zu einer reduzierten körperlichen Aktivität mit der Folge weiterer Verluste an Muskelmasse und Leistungsfähigkeit. Zudem wird das Immunsystem geschwächt. Das führt dazu, dass die Patienten besonders anfällig für Infektionen und Krankheiten werden – von der Lungenentzündung bis zur Wundheilungsstörung.

Die chronische Entzündung führt wiederum zu Appetitlosigkeit, zur Verringerung der Nahrungsaufnahme und damit zur weiteren Begünstigung der Auszehrung. Auch wirkt sich die Mangelernäh­rung schlecht auf die Krebstherapie aus: Es können nur noch geringere Dosen an Medikamenten zugeführt werden, evtl. muss eine Chemotherapie wegen allgemeiner Schwäche des Patienten sogar vorzeitig abgebrochen werden. Im geschwächten Zustand können außerdem mehr Nebenwirkungen der anttitumoralen Therapie auftreten. All das führt zu einer ungünstigeren Prognose, einer kürzeren Lebenserwartung und verminderter Lebensqualität. Zudem kann sich der Krankenhausaufenthalt verlängern.

Grafik: Wo erfolgt Gewichtverlust bei Krebs.
* In Abhängigkeit von der Art des Tumors.
Quelle: Arends J, Akuelle Ernährungsmedizin 2012; 37(2): 91 – 106

Zusammenfassung Folgen von Mangelernährung:

  • Häufigere Infektionen
  • Störungen der Wundheilung
  • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit- Stärkere Nebenwirkungen
  • Schlechte Verträglichkeit der Therapie
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Schlechtere Lebensqualität

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