Ernähren bei Krebs

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Krebs und Ernährung

Krebs & Ernährung

Bei einer Krebserkrankung kommt es häufig zu Gewichtsverlust. Dies kann mehrere Ursachen haben: Eine Krebserkrankung kann beispielsweise den Energieverbrauch erhöhen. Sie beeinflusst aber auch den Stoffwechsel, dadurch können eventuell Lebensmittel schlechter verwertet werden. Das Geschmacksempfinden und der Appetit können sich durch die Erkrankung und / oder die Therapie verändern. Bei einigen Krebsarten oder durch Nebenwirkungen der Behandlung können auch Schmerzen auftreten, die das Essen erschweren oder unmöglich machen.

Das zeigen auch wissenschaftliche Untersuchungen. So stellten Mediziner der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in einer 2012 erschienen Studie fest, dass bereits 30% der Krebspatienten, die in eine Spezialabteilung aufgenommen wurden, mangelernährt waren. Bei Patienten mit Magen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs waren es sogar bis zu 80%.* Die Folge: Patienten sprachen schlechter auf die Behandlung an und hatten häufiger Nebenwirkungen. Auch die Lebensqualität war reduziert.

Einiges kann man selber in den Griff bekommen. Klappt dies nicht, kann künstliche Ernährung helfen. Diese wird oft bei Angehörigen von Krebspatienten mit dem Endstadium der Erkrankung in Verbindung gebracht, als eine der letzten, vielleicht lebensverlängernden Maßnahmen. Aber das ist nicht der Fall. Durch Ernährungstherapie kann der Zustand eines Patienten positiv beeinflusst werden, so dass häufig Therapien besser vertragen werden. Manchmal besteht auch nur vorübergehend ein erhöhter Energiebedarf. Dann kann eine Ernährungstherapie unterstützend zur normalen Ernährung eingesetzt werden (supportiver Einsatz), um beispielsweise Patienten vor oder nach einer Operation zu stärken.

Viele Krebskranke möchten selbst etwas dazu beitragen, Ihre Gesundheit zu verbessern. Die Ernährung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Baustein, den Sie beeinflussen können.

* Arends, J: Aktuelle Ernährungsmedizin 2012; 37(2): 91–106

 

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