Ernähren bei Krebs

ernaehren-bei-krebs.de

Was sind die wichtigsten Bestandteile?

Was sind die wichtigsten Bestandteile?

Die wichtigsten Bestandteile der Ernährung sind unterteilt in Makronährstoffe, dazu gehören Zucker (Kohlenhydrate), Eiweiß (Proteine oder Aminosäuren) und Fett (Lipide) sowie Mikronährstoffe, wozu Vitamine und Spurenelemente zählen. Auch Wasser bzw. Flüssigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung.

Kohlenhydrate

Als Kohlenhydrate werden Zucker bzw. Stärke in unserer Ernährung bezeichnet. Sie bestehen chemisch gesehen aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoff-Molekülen.

Viele Zucker-Moleküle zusammen ergeben ein Stärkemolekül. Anders herum: wird Stärke bei der Verdauung gespalten, entstehen einzelne Zuckermoleküle.

Zucker und Stärke sind unsere wichtigsten Energielieferanten. So können beispielsweise unser Gehirn, aber auch unsere Muskeln nur arbeiten, wenn sie ausreichend mit Zucker versorgt werden.

Typische Kohlenhydrat-Lieferanten sind Kartoffeln, Brot, Nudeln und Reis.

1 g Kohlenhydrate liefert 4 kcal.

Nach oben

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine der Eiweiße. Eiweiß braucht der Körper z.B. für den Aufbau und Erhalt der Muskulatur, Transportproteine und das Immunsystem. Aminosäuren sollten dem Körper also als Baustoffe zur Verfügung stehen und nicht für die Energiegewinnung verbrannt werden, wie etwa im Fall von einseitigen Diäten.

Zu den wichtigsten Lieferanten zählen fettarme Fleisch- und Fischsorten, Soja-Produkte, Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen, sowie fettarme Milchprodukte.

1 g Aminosäuren liefert 4 kcal.

Nach oben

Fette

Fette werden auch Lipide genannt. In der Ernährung liefern sie uns wertvolle Fettsäuren, die der Körper z.B. für alle seine Zellmembranen braucht. Neben den verschiedenen Fettsäuren enthält Fett von allen Nährstoffen die größte Energiedichte. 1 g Fett liefert 9 kcal.

Bei den Fettsäuren unterscheidet man gesättigte, einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die Empfehlungen der deutsch-sprachigen Fachgesellschaften für Ernährung sagen hier, dass bis zu 30% der Gesamtnahrungsenergie aus Fett stammen sollte; davon maximal 10% (also max. 1/3) aus gesättigten Fettsäuren und 7–10% (max. 1/3) aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ein Zuviel an gesättigten Fettsäuren lässt den Cholesterinspiegel angsteigen, während mehrfach ungesättigte ihn sogar senken können.

Einfach ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. Ölsäure aus Olivenöl, sollten den Rest der Fettversorgung ausmachen (mindestens 1/3). Hier können dementsprechend auch Mengen von mehr als 10% der Gesamtenergieversorgung gesund sein.

Quellen für gesättigte Fettsäuren sind fettes Fleisch und Wurstwaren, sowie fettreiche Milch und Milchprodukte. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in Nüssen, pflanzlichen Ölen und fettem Seefisch zu finden. Die guten einfach ungesättigten Fettsäuren sind beispielsweise in Oliven- und Rapsöl, sowie in Avocado enthalten.

Nach oben

Vitamine & Spurenelemente

Vitamine und Spurenelemente zählen zu den Mikronährstoffen. Wir brauchen keine großen Mengen davon, aber dennoch sind sie unverzichtbar.

So können unsere aufgenommenen Nährstoffe wie Kohlenhydrate oder Aminosäuren beispielsweise nur bei ausreichender Mikronährstoffversorgung gut verwertet werden. Auch das Immunsystem und viele Organe brauchen die kleinen Helfer. Etliche Prozesse in unserem Körper laufen nur korrekt ab, wenn ausreichend Mikronährstoffe vorhanden sind.

Ein Mangel kann zu bleibenden Schäden führen und begünstigt den Ausbruch von Krankheiten.

Nahrungsergänzungsmittel  sind nicht erforderlich, wenn man sich ausgewogen ernährt (siehe Ernährungspyramide) und auf die Qualität der Lebensmittel achtet.  Ein Zuviel an Vitaminen bringt keinen zusätzlichen Nutzen, kann bei Überdosierung (vor allem der fettlöslichen Vitamine) sogar schädlich sein. Anders sieht es aus wenn die Zufuhr vermindert oder die Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen gestört ist., entweder weil Menschen nicht ausreichend essen können, z. B. nach einer Operation, bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft, bei Diäten, im Krankheitsfall, oder weil der Körper aufgrund von Aufnahmestörungen Nahrungsmittel nicht ausreichend verwerten kann. Hier kann nach Rücksprache mit dem Arzt eine Zufuhr von Mikronährstoffen (oral oder intravenös) sinnvoll sein.

Nach oben